Controlling und Rechnungswesen – Was ist Controlling?

Die zeitnahe Informationsbeschaffung zur wirtschaftlichen Situation des eigenen Betriebes ist heutzutage in der Hotellerie sowie in der Gastronomie, in Zeiten von steigenden Erwartungen und schwer greifbaren Gästebedürfnissen, nicht mehr wegzudenken. Dies Bedarf einer Analyse. Sei es der Individualbetrieb oder der Vergleich mehrerer Betriebe in einer Kette. Dabei stellt sich stets die Frage liegt der Betrieb im Rahmen der Erwartungen/des Solls? Welche meiner Betriebe laufen besser als andere und bieten dadurch Kompensationsmöglichkeiten? Dazu dienen das Controlling und Rechnungswesen.

Das Controlling bereitet Informationen auf, die für die Unternehmensleistung essenziell sind. Neben den aktuellen Daten und Fakten zur wirtschaftlichen Situation lassen sich von Ihnen auch zukünftige Entwicklungen ableiten oder steuern. Neben der Einzelbetrachtung des Unternehmens wird außerdem ein ganzheitlicher Blick auf den Markt geworfen, wodurch eine Vielzahl von Informationen letztendlich genutzt werden, um beispielsweise Prognose zu erstellen. In der Praxis ist es leider immer noch Tatsache, dass manche Betriebe jegliche Planungen außer Acht lassen. Dies ist eben auch daraus verschuldet, dass je länger ein zukünftiger Zeitraum betrachtet wird, die Unsicherheit der Genauigkeit steigt.

Das Controlling stellt zusammenfassend also Daten, Zahlen und Werte zur Verfügung, welche von Führungskräften genutzt werden können, um den Betrieb zielorientiert zu steuern. Ein qualitatives Management entwickelt daraus Strategien für die Zukunft, in dem es interne als auch externe Einflussfaktoren einbezieht.

Controlling ist nicht nur die „Kontrolle“, sondern auch die Planung und Steuerung. Innerhalb des Controllings wird unterschieden zwischen strategischem Controlling, welches sich auf die langfristige Positionierung konzentriert und dem operativen Controlling, welches sich eher auf die Steuerung von kurzfristigen Zielen fokussiert.

Das Controlling unterstütz damit auch die Unternehmensführung.

Zunächst werden Ziele und Maßnahmen anhand bestehender Informationen geplant. Es wird der aktuelle IST-Zustand ermittelt und ein SOLL-Zustand definiert. Im nächsten Schritt werden die geplanten Maßnahmen umgesetzt, woraufhin eine Kontrolle dieser Umsetzung geschieht und man den neuen IST-Zustand mit dem zuvor geplanten SOLL-Zustand vergleicht. Durch eine genaue Analyse dieser, können anschließend Anpassungsmaßnahmen ermittelt werden.

Da sich diese Schritte kontinuierlich wiederholen, werden Sie auch als Controlling-Kreislauf bezeichnet.  Synonyme dafür sind unter anderem Management-Kreislauf, aber auch eine „vollständige Handlung“.

Controlling und Rechnungswesen – Was ist das Rechnungswesen?

Das Rechnungswesen trägt als Grundlage von aussagekräftigen Informationen dazu bei, um im Kreislauf fachgerecht planen, umsetzen, kontrollieren und anpassen zu können. Das Rechnungswesen ist die systematische Erfassung und Überwachung der entstehenden Liquiden- und Leistungsströmen im Betrieb. Dabei lässt sich das Rechnungswesen zielgruppenabhängig in ein externes sowie internes Rechnungswesen aufteilen. Das externe Rechnungswesen richtet sich dabei an Institutionen wie Banken, das Finanzamt und weitere staatliche Behörden oder Investoren. Bilanzen, Gewinn-und-Verlust-Rechnung (GuV), Budgetierungen und Liquiditätspläne, sowie Wirtschaftlichkeitsvorausschaurechnungen (WVR) bilden hier die Kerngegenstände.

Zum internen Rechnungswesen zählen alle Betriebs- und Unternehmensleistungen, wie die Kosten-Leistungsrechnung mit seinen verschiedenen Kalkulationsverfahren und dem Betriebsabrechnungsbogen (BAB), die Betriebsstatistik und die Planungsrechnung.

In der folgenden Blogreihe, werden wir uns vertieft mit dem internen Rechnungswesen befassen. Sollten Sie bereits jetzt Fragen zu den beschriebenen Themen haben oder brauchen in nächster Zeit Unterstützung bei der Erstellung, bei einer der genannten Gegenstände, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Controlling und Rechnungswesen
Controlling und Rechnungswesen

Controlling und Rechnungswesen

Zu Teil 1:

Zu Teil 2:

Zu Teil 3: